Ein Platz zum Ausruhen
8. August 2011 – 02:46Unterwegs in der Natur und in Parks ist jeder Spaziergänger dankbar für eine Sitzgelegenheit. Auch am Strand oder im Garten und sogar in der Stadt bieten sich dem müden “Wanderer” immer einige Sitzgelegenheiten zum Ausruhen. In Südamerika verbringen die Leute eine kleine Ruhepause, genannt Siesta, am liebsten in einer Hängematte. Hier schwebt man bequem über den Dingen und die Krabbeltiere des Bodens bleiben garantiert fern.
In Bewegung
In Deutschland sind Hängematten inzwischen auch recht beliebt geworden und erfreuen sich weiter wachsender Popularität. In erster Linie werden sie aber in liegender Position genutzt. Zwischen zwei Bäumen gespannt bieten sie den idealen Platz für ein Mittagsschläfchen. Selbst auf Balkonen finden die bunt gestreiften Tücher Platz. Die Nutzung als Sitzmöbel ist allerdings nicht so gut möglich, besonders dann nicht, wenn man mit mehreren Personen an einem Tisch sitzen möchte. Praktischer ist da eine Hollywoodschaukel, die die Eigenschaften einer Bank mit der Möglichkeit zum Schaukeln verbindet. Auf einer Hollywoodschaukel kann man ebenfalls lang ausgestreckt liegen und schlafen und sie bietet durch das integrierte Dach auch direkt einen wirksamen Schutz vor zu viel Sonne. Man könnte die Schaukel also als deutsche, oder bessergesagt nordamerikanische Antwort auf die lateinamerikanische Hängematte bezeichnen. Der Schwerpunkt liegt auf praktisch statt puristisch und mehr Bodenkontakt ist in den gemäßigten Breiten auch kein Problem, da hier weder große Spinnen noch Schlangen den Boden bevölkern. Im öffentlichen Raum sieht man aber beide Exemplare äußerst selten. Hier gibt es einen internationalen Sieger in Sachen Sitzgelegenheit und das ist die gemeine Parkbank.
Einfach mal Hinsetzen
Egal wo auf der Welt, es gibt sie überall und in jeder Form. Aus Metall oder Holz, Stein oder Drahtgeflecht – die Parkbank ziert öffentliche Gärten, steht an Wander- und Spazierwegen bereit und bietet auch in kleinen Parks einen Platz um sich auszuruhen. Auch im öffentlichen Raum, an Bushaltestellen und Plätzen, gibt es fast immer einen Sitzgelegenheit für Jedermann. An zentralen Orten um einen Brunnen herum oder einfach entlang der Fußgängerzone, mal kurz hinsetzen und verschnaufen scheint jedermann ein Bedürfnis zu sein, egal ob in Europa, Asien oder Amerika. Nicht verwunderlich, dass sich davon viele inspiriert fühlen. So ist die Bank einerseits ein Kunstobjekt für Designer, Bildhauer und Tischler geworden, die sie immer wieder neu erfinden, und hat außerdem einen hohen symbolischen Wert errungen. Oft wird sie gleichzeitig als Denkmal genutzt, indem Menschen eine Bank an einem öffentlichen Ort stiften und sie mit einer kleinen Gedenktafel versehen. Damit wird jeder, der hier kurz verweilt, an einen bekannten oder unbekannten Menschen, an ein Ereignis oder einfach nur an den Stifter erinnert.